Sekundäre Sozialisation

Als Beispiele sollen hier nur einige Sozialisationsinstanzen genannt werden.
Der Kindergarten soll die Erziehung in der Familie unterstützen und ergänzen. Hier tut das Kind den ersten Schritt aus der Geborgenheit der Familie in eine andere Umwelt. Hier lernt das Kind, sich mit einer neuen Umwelt auseinanderzusetzen und sich in ihr zurechtzufinden. Dabei kann es neue soziale Kontakte knüpfen und seine eigenen Ausdrucksmöglichkeiten erweitern.

Die Schule hat die Aufgabe, das Kind und den heranwachsenden Menschen in das kulturelle Erbe der gegenwärtigen Gesellschaft einzuführen und die notwendigen Erfahrungen, Kenntnisse und Fertigkeiten zu vermitteln.
In der Gruppe der Gleichaltrigen lernt der Jugendliche, sich mit anderen Wertvorstellungen auseinanderzusetzen, die denen seiner Herkunftsfamilie zum Teil widersprechen können (jugendliche Subkultur). Dies hilft ihm, seine eigenen Werte und Ziele zu finden.
Der Berufsanfang konfrontiert den jungen Menschen mit den Anforderungen des Erwachsenenlebens. Selbständigkeit und Eigenverantwortung spielen hier eine besondere Rolle.

Nicht unterschätzt werden darf in der heutigen Zeit die Sozialisation durch die Medien, allen voran Fernsehen und Computer. Dabei sollen diese Medien nicht generell verteufelt werden. Sie sind nun mal Bestandteil unserer modernen Zeit. Umso wichtiger ist hier die Erziehung zum sinn- und verantwortungsvollen Umgang mit diesen Möglichkeiten. Die Verantwortung für diese Erziehung liegt vor allem in den Händen der Eltern. Gesunde Entwicklung und das Lernen von sozialer Kompetenz und intellektuellen Fähigkeiten vollziehen sich nahezu ausschließlich im zwischenmenschlichen Kontakt mit den Bezugspersonen. Das gilt umso mehr, je jünger das Kind ist.

 

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copyright 2011 Dipl.-Psych. Ingeborg Prändl