Die geistige Welt des Kleinkindes

Egozentrismus

Ich-Bezogenheit ist ein besonderes Merkmal des kleinkindlichen Denkens. Das Kind hat in seiner Beziehung zur Umwelt nur eine einzige Vergleichsbasis, nämlich sich selbst, seine eigenen Wünsche und Gefühle. Es erlebt sich zwar bereits als eine von der Umwelt abgehobene Person, ist aber noch nicht in der Lage, Dinge objektiv, von einem unabhängigen Standpunkt aus zu betrachten und zu beurteilen.

 

Anthropomorphismus

Aufgrund seiner Ich-Bezogenheit glaubt das Kind, dass alle Dinge seiner Umgebung mit den gleichen Fähigkeiten ausgestattet sind wie es selbst. (Z.B. der Tisch, an dem es sich gestoßen hat, ist ein „böser“ Tisch, der ihm absichtlich weh tun wollte.)

 

Magisches Denken

Für den Menschen gibt es nur zwei Möglichkeiten, Naturphänomene zu erklären, magische und naturwissenschaftliche. Da das Kind noch keine Kenntnis der naturwissenschaftlichen Zusammenhänge hat, bleibt ihm nur die magische Erklärung, dass Ereignisse und Erscheinungen in der Umwelt von höheren Kräften bewirkt werden oder von Kräften, die den Dingen selbst innewohnen.

 

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copyright 2011 Dipl.-Psych. Ingeborg Prändl